| Aktien sind Wertpapiere, die Anteile am Grundkapital einer Aktiengesellschaft darstellen. Der Nennbetrag einer Aktie lautet auf einen bestimmten Wert, meistens 5 € oder 50 €, wobei der reale Kurs zumeist ein Vielfaches beträgt. So genannte Stammaktien haben Stimmrecht auf der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft, Vorzugsaktien schränken dieses Stimmrecht ein, bei zumeist erhöhter Dividendenzahlung. Der Gewinnanteil, den eine Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre pro Aktie ausschüttet, stellt die Dividende dar. Aktien sind Risikopapiere, da ihre Kurse großen Schwankungen unterworfen sein können. Für die Entwicklung der Kurse zeichnen mehrere Faktoren verantwortlich: Zinsentwicklung, Wirtschaftsentwicklung, Branchenzyklen, aber auch saisonale Einflüsse. Nicht zu vergessen die Börsenpsychologie, die vielfältige Spezialindikatoren und Computeranalysen kurzfristig über den Haufen wirft. Die Aktienindizes der einzelnen Länder wie DAX, Dow Jones oder Nikkei spiegeln die Kursschwankungen der jeweiligen Hauptwerte wider. Die Kurse von Aktien entwickelten sich über die Jahrzehnte recht gut. Je nach betrachtetem Zeitraum gewannen sie zwischen 10 und 20 Prozent. Kursverluste bei einer Baisse, dem kontinuierlichen Rückgang des Aktienmarktes, oder einem Crash (dem Zusammenbruch des Aktienmarktes) können aber ebenso hoch sein. Die Liquidität von Aktien ist günstig, denn sie sind täglich an der Börse handelbar und zu verkaufen. Kursgewinne sind nicht zu versteuern, Beachtung verlangt allerdings die Spekulationsfrist von einem Jahr, da innerhalb dieses Zeitraums bei Verkauf Steuerpflicht entsteht. Das Engagement in Aktien ist in Deutschland immer noch unterrepräsentiert. Ein Anteil von 5 bis 20 Prozent, abhängig von den Vermögensverhältnissen und der Risikoorientierung des Anlegers macht Sinn. Wesentlich bei Aktieninvestitionen ist das Streuungsprinzip, welches empfiehlt, nicht nur Aktien einer Gesellschaft in das Depot zu legen, sondern unterschiedliche Werte zu ordern. |