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Geldanlagelexikon
 
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Immobilien
Immobilien- bzw. Hausbesitz stellt eine Investition in Sachwerte dar, mit relativ gutem Inflationsschutz. Die Liquidität bzw. Verfügbarkeit ist gering, da der Verkauf z. T. erhebliche Zeit kostet. Die Rendite rangiert von gering bis mittel und kann stärkeren Schwankungen unterworfen sein, langfristig betrachtet liegt sie zwischen ein und vier Prozent. Verschiedene Faktoren wie Lage, Bausubstanz, Konjunktur usw. spielen dabei eine Rolle, jedoch ergeben sich auch Steuereinsparmöglichkeiten und Förderungen. In der Beurteilung als Anlage erscheint Immobilienbesitz zwiespältig: Reparaturen, Zinszahlungen, Steuern, Wertverlust, entgangener Zins auf das Kapital - dies alles kann ein eigenes Haus teuer machen. Nicht beachtet wird vor allem das Prinzip der Streuung, da in vielen Fällen 100 Prozent des vorhandenen Kapitals in der Immobilie stecken und somit Liquidität im Notfall kaum gegeben ist. Sinnvoller wäre es, z. B. nur ein Viertel des Vermögens in Immobilien zu investieren, was aber für durchschnittliche Haushalte eher schwierig zu bewerkstelligen ist.

Immobilienfonds
Immobilienfonds stellen für den Anleger die Möglichkeit dar, schon mit kleineren Beträgen über Anlagegesellschaften mit professioneller Verwaltung in Immobilien zu investieren. Bei dieser Anlageform kann zwischen offenen und geschlossenen Fonds unterschieden werden. Für offene Fonds ist die Zahl der Anteilseigner nicht festgelegt, und die Anteilscheine können jederzeit zum jeweiligen Kurs zurückgegeben werden. Offene Immobilienfonds erzielen Renditen von etwa sechs bis sieben Prozent, es müssen aber Ausgabeaufschläge einkalkuliert werden. Das Kapital geschlossener Fonds wird in ein oder mehrere Objekte investiert, wobei nach Zeichnung aller Anteilscheine der Fond geschlossen wird. Investoren erzielen steuerliche Vorteile, sind aber auch an möglichen Verlusten beteiligt.

Investmentfonds
Investmentfonds investiert eine professionelle Verwaltung das Kapital vieler Anleger in z. B. Aktien, Renten oder Immobilien. Investmentgesellschaften sind Kapitalanlagegesellschaften, die entsprechenden Gesetzen unterliegen. Es gibt reine Aktien- oder Rentenfonds, gemischte Fonds, Spezialfonds oder Immobilienfonds. Durch die Streuung des Kapitals wird ein wesentlicher Sicherheitsaspekt erfüllt, wobei Fonds jedoch Kursschwankungen und Risiken unterliegen - Aktienfonds mehr, Rentenfonds weniger. Die Entwicklung vieler Fonds war in den letzen Jahren beachtlich. Zum Beispiel erzielten Aktienfonds im Durchschnitt 15 Prozent Rendite, aber nur selten wurde die Gesamtentwicklung des jeweiligen Marktes übertroffen. Fondsanteile können täglich zum jeweiligen Kurs zurückgegeben werden, wobei aber der Ausgabeaufschlag für die Fondsverwaltung die Rendite vor allem bei frühzeitiger Rückgabe schmälert. Zu unterscheiden sind Fonds, die ihre Erträge jährlich ausschütten, oder thesaurierende Fonds, das sind Fonds, die ihre Erträge wieder anlegen. Interessant für Anleger sind Investmentfonds durch die Möglichkeit schon bei geringem Kapital in unterschiedlichste Werte zu investieren, durch das professionelle Management, die breite Streuung, die beachtliche Rendite und die vorhandene Liquidität.