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Geldanlagelexikon
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| Schuldverschreibungen | | Schuldverschreibungen sind Urkunden, mit denen sich der Schuldner gegenüber dem Gläubiger zu bestimmten Zinszahlungen und termingerechter Rückzahlung geliehener Geldmittel oder Leistungen verpflichtet. Schuldverschreibungen können mit sehr unterschiedlichen Zins- und Tilgungskonditionen ausgestattet sein, wobei sie in Stückelungen herausgegeben werden, so genannten Teilschuldverschreibungen. Häufig werden die Begriffe Schuldverschreibung und Anleihe identisch verwendet. Die Risiken hängen von der Bonität des Schuldners ab. Anleihen von Bund, Ländern, Gemeinden, Bahn und Post gelten als sicher, solche von Privatunternehmen oder aus Fremdländern müssen sorgfältig geprüft werden. Anleihen werden z. T. an der Börse gehandelt, so dass Liquidität gegeben ist. Bedingt durch die Veränderung des Zinsniveaus sind Kursrisiken einzukalkulieren, bei Fremdwährungsanleihen auch Wechselkursrisiken. Die Sicherheit von Anleihen reicht von erster Qualität bis zu sogenannten Junk Bonds mit hohem Zins und hohem Risiko. |
| | Spareinlagen/Festgeld | | Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist, insbesondere das Sparbuch, erfreuen sich immer noch größter Beliebtheit. Denn der Sicherheitsfaktor ist hoch und die Verfügbarkeit mit 2.000 € innerhalb von 30 Tagen sowie dreimonatiger Kündigungsfrist günstig. Möglich ist auch eine frei vereinbarte Kündigungsfrist von ein oder mehreren Jahren mit besserer Rendite. Unter Spareinlagen fallen des Weiteren Bonussparpläne, Spareinlagen mit kombinierter Risikolebensversicherung, Pensionssparpläne usw. Auch Sparbriefe mit fest vereinbarter Laufzeit von mehreren Jahren bieten besseren Ertrag, aber geringere Verfügbarkeit. Die niedrige Rendite für Spareinlagen von durchschnittlich drei Prozent reicht zumeist gerade zum Inflationsausgleich oder liegt darunter, so dass kein realer Vermögenszuwachs stattfindet. Falls Steuern auf Zinsen anfallen, wird das Ganze zum Minusgeschäft. Der kritische Anleger prüft deshalb besser verzinste Anlagen oder parkt seine Gelder hier nur kurzfristig. Festgelder sind Termineinlagen mit fest vereinbarter Laufzeit und definiertem, auch frei vereinbartem Zinssatz. Die Laufzeit beträgt ein oder mehrere Monate, der Mindestbetrag liegt in der Praxis bei 2.500 € oder 5.000 € Die Nominalrendite bei Festgeldern betrug in der Vergangenheit durchschnittlich etwa fünf Prozent, unterliegt aber stärkeren Schwankungen. Nach Abzug der Inflationsrate verbleiben etwa zwei Prozent. Vergleichbar hoch wie bei Spareinlagen rangiert die Sicherheit, die Verfügbarkeit hängt von der Laufzeit ab. Festgelder stellen eine günstige kurz- oder mittelfristige Parkmöglichkeit für vorhandene Gelder dar, speziell bei Umschichtungen oder Neuorientierungen in der Anlage, die mit Veränderungen der Marktgegebenheiten einhergehen. Längerfristig sollten hier keine Gelder angelegt werden. |
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